Schach

Schach soll eine Sportart sein?

Ja, es ist ein Denksport. Bei wohl kaum einer anderen Sportart werden die Gehirnzellen mehr angestrengt als beim Sport. Um ein guter Schachspieler zu sein, sollte man zudem auch noch körperlich fit sein, dies hängt damit zusammen, dass bei einem körperlich fitten Menschen die Sauerstoffzufuhr des Gehirns vergrößert wird, was sich dann wieder auf die Denkleistung beim Schach auswirkt. Schach kann somit mittelbar auch als Ansporn für mehr körperliche Betätigung dienen.

Wer sich für das Schachspiel interessiert, der sollte wissen, dass er damit eines der ältesten Brettspiele der Welt erlernt, deren Urform bereits im frühen Mittelalter, in der Region um Nordindien entstanden ist und dann weiter über Persien und ab dem 13. Jahrhundert in Europa weiter verbreitet, hat. Das Wort Schach kommt aus dem Persischen und bedeutet "König", enthalten ist darin das persische Wort "Schah", was die Verwandtschaft mit dem Namen Schach offenbart. Schach gilt als das Strategiespiel überhaupt. Zum Schachspiel benötigt man ein Schachbrett, das ist ein Brett mit 64 Feldern, in jeweils zwei unterschiedlichen Farben und es werden die Schachfiguren benötigt. Beim Kauf eines Schachspiels sind diese in der Regel enthalten. Für Profispieler sind Schachbrett und Spielfiguren auch getrennt zu erwerben. Zu einem Schachspiel gehören pro Spieler acht Bauern, zwei Türme, zwei Springer, zwei Läufer, eine Dame und der König. Das Spiel ist ein Brettspiel ausschließlich für zwei Personen. Der Gegner erhält dieselbe Anzahl an Figuren.

Die Figuren werden nach festgelegten Kriterien auf dem Spielfeld angeordnet, beide Gegner stehen sich mit den Spielfiguren jeweils gegenüber. Ziel des Spiels ist es, den gegnerischen König schachmatt zu setzen. Schachmatt ist ein König genau dann, wenn sich dieser bewegungsunfähig auf dem Feld befindet. Schach spielen zu können und Schach zu spielen sind zwei unterschiedliche Aspekte. Die Grundregeln wie eine Schachfigur ziehen darf ist schnell eingeübt, der Reiz des Spiels besteht jedoch in den unzähligen taktischen Varianten. Geübte Spieler denken viele Züge im Voraus. Schach wird entweder privat zuhause gespielt oder aber organisiert, im Verein. Im Verein gibt es Schachligen, die den Denksport auch in Form von Landesligen und Bundesligen ausüben. Bei Turnieren werden sogenannte Schachuhren eingesetzt, die die Zeit der Züge stoppen und somit eine Grundlage für Punkte darstellen, anhand dieser wird dann der Ligaplatz bestimmt. In jedem Fall ist Schach ein sehr günstiger und zugleich motivierender Sport, der die Denkfähigkeit und Merkfähigkeit dauerhaft erhöht. Zur Taktik beim Schach gibt es unzählige Fachliteratur, sodass der Sport nicht nur einen Wettkampfcharakter aufweist, sondern zugleich auch ein vertieftes Literaturstudium, ja sogar eine regelrechte Philosophie darstellt. Schach ist trotz mancher Spiellänge (diese kann über Stunden bis hin zu Tagen dauern) nie langweilig, denn genaugenommen stellt Schach den Kampf zweier Armeen auf dem Schlachtfeld dar.

So manches moderne Computerspiel basiert auf der Idee von Schach. Schach ist insofern die Mutter aller Strategiespiele. Schach spielen können Sie schnell, Schach lernen ist eine Lebensaufgabe. Gerade diese unglaubliche Menge an denkbaren Zügen macht den Reiz des Spiels aus, versuchen Sie sich in die Rolle des Königs und seiner Dame hineinzuversetzen und Schach ist für Sie mehr als nur ein Spiel oder ein Sport, Schach wird dann zur Passion. Wann treten Sie die erste Partie Schach an?

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